{"id":98,"date":"2020-01-30T12:18:11","date_gmt":"2020-01-30T12:18:11","guid":{"rendered":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/?p=98"},"modified":"2022-08-10T13:17:16","modified_gmt":"2022-08-10T13:17:16","slug":"der-europaeisch-arabische-dialog-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/?p=98","title":{"rendered":"Der Europ\u00e4isch-Arabische Dialog in Hamburg"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Europ\u00e4isch-Arabische Dialog (EAD) war der Versuch, die Beziehungen zwischen der Arabischen Liga (AL) und der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft (EG) zu verbessern und die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zu verstetigen. Als einziges in diesem Rahmen jemals verwirklichte Projekt kam es im April 1983 in Hamburg zum Symposium \u00fcber die Beziehungen der beiden Kulturen. Der folgende Artikel gibt einen kurzen \u00dcberblick \u00fcber den knapp 20-j\u00e4hrigen Verlauf des EAD und betrachtet die Bedeutung des Symposiums als Kulturveranstaltung f\u00fcr den EAD.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Anf\u00e4nge des EAD<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das erste offizielle Treffen des EAD zwischen Vertretern der EG und der AL fand im Juli 1974 in Paris statt. Gegenstand dieses Dialogs waren die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen den arabischen und den europ\u00e4ischen Staaten. Politische Belange wurden versucht, von Beginn an bewusst auszuklammern, dennoch l\u00e4sst sich weder das Zustandekommen noch der weitere Verlauf des EAD erfassen, ohne den politisch historischen Rahmen im Blick zu behalten.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Jahr zuvor, im Oktober 1973, hatten \u00c4gypten und Syrien, mit der Unterst\u00fctzung weiterer arabischer Staaten, Angriffe auf Israel gestartet, welche den Jom-Kippur-Krieg ausl\u00f6sten. Um den Druck auf die westlichen Unterst\u00fctzer Israels zu erh\u00f6hen, drosselte die Organisation der arabischen erd\u00f6lexportierenden Staaten (OAPEC) ihre \u00d6lf\u00f6rdermenge und trieb damit den weltweiten \u00d6lpreis rasant in die H\u00f6he. Die Folgen f\u00fcr Europa waren nicht nur Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen und Fahrverbote, sondern auch allgemeine Verunsicherungen in der Wirtschaft und auf den Finanzm\u00e4rkten. Diese erste \u00d6lpreiskrise lie\u00df den Europ\u00e4er:innen ihre Abh\u00e4ngigkeit von den arabischen Staaten bewusst werden und weckte das Bed\u00fcrfnis nach stabileren Kommunikationskan\u00e4len.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Auf arabischer Seite bestand ebenfalls das Interesse, die Beziehungen nach Europa zu verbessern. Man hoffte auf einen Technologietransfer, gr\u00f6\u00dfere Finanzhilfen und neue Absatzm\u00e4rkte, um die eigene schwache Wirtschaftslage aufzubessern. Jedoch spielten auch hier politische Bestrebungen eine gro\u00dfe Rolle. Die Situation der Pal\u00e4stinenser:innen und der Kampf gegen Israel war zur gesamtarabischen Aufgabe erkl\u00e4rt worden. Nachdem die ersten vier milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen mit Israel f\u00fcr die arabische Seite erfolglos geblieben waren, war man auf der Suche nach anderen L\u00f6sungswegen und sah in der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft eine neue Chance. Die Hoffnung war, dass die europ\u00e4ischen Staaten die PLO als legitime Vertretung der Pal\u00e4stinenser:innen ansehen, sie als Verhandlungspartnerin akzeptieren und insgesamt in Verhandlungen eine h\u00f6here Kompromissbereitschaft zeigen w\u00fcrden als die USA.<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> <\/p>\n\n\n\n<p>Die Motivationen f\u00fcr den EAD waren also auf beiden Seiten von\nAnfang an nicht nur \u00f6konomischer, sondern immer auch politischer Natur. Zentral\nbei dem ganzen Vorhaben war die Bildung einer vertrauensvollen und\nfreundschaftlichen Beziehung zwischen den Staaten der EG und der AL, welche\nsich auch auf die Zusammenarbeit jenseits des EAD auswirken sollte.<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> Anfangs\ngestaltete sich der Arbeitsprozess als sehr stockend. Der Wunsch nach der\nBeteiligung der PLO und das anstehende Freihandelsabkommen zwischen der EG und\nIsrael lie\u00dfen beide Seiten eher z\u00f6gerlich an die Sache herangehen.<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a> Um die\nDiskussionen zu konkreten Themen voranzutreiben, wurden auf der EAD-Sitzung in\nKairo im Juni 1975 Arbeitsgruppen gebildet, die fortan eigenst\u00e4ndig arbeiten\nsollten. Neben den Gruppen zu Industrialisierung, Infrastruktur, Finanzfragen,\nLandwirtschaft und Handeln wurde eine sechste Gruppe zu Wissenschaft,\nTechnologie und Bildung-Kultur-Arbeit gegr\u00fcndet.<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Weg zum Symposium<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Fokus aller Beteiligten lag klar auf den Themen Finanzfragen und Handel. Die Arbeitsgruppe sechs befasste sich vornehmlich mit Fragen der Rohstofferschlie\u00dfung und Energiegewinnung. Da der Bereich Bildung-Kultur-Arbeit als weniger bedeutsam und eher hinderlich f\u00fcr die Gespr\u00e4che betrachtet wurde, wurde dieser in eine siebte Arbeitsgruppe ausgelagert. Bereits bei ihrer ersten Sitzung im Rahmen der EAD-Tagung im Juli 1975 in Rom wurden erste Ideen zu einem wissenschaftlichen Symposium zur Erforschung der Beziehungen der europ\u00e4ischen und arabischen Zivilisationen in der heutigen Welt ge\u00e4u\u00dfert.<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> W\u00e4hrend auf arabischer Seite der Wunsch nach einem gro\u00dfen Kulturevent in einer europ\u00e4ischen Stadt bestand, gingen die europ\u00e4ischen Vorstellungen eher in Richtung einer wissenschaftlichen Expertenkonferenz in einem der arabischen Staaten<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sorge, das Austragungsland werde auch den Gro\u00dfteil der Kosten\neines solchen Symposiums stemmen, fand sich lange niemand, der bereit war, dies\nzu \u00fcbernehmen. Auf der Sitzung 1976 in Tunis k\u00fcndigte schlie\u00dflich die deutsche\nDelegation an, Hamburg als Austragungsst\u00e4tte bereitzustellen. In der weiteren\nPlanung einigte man sich auf den Kompromiss einer wissenschaftlichen Konferenz\nmit begleitendem Kulturprogramm.<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> Bereits\nim Juni 1977 stand das grobe Konzept f\u00fcr das Symposium und das Deutsche\nOrientinstitut (DOI) in Hamburg, dessen gute Vernetzung in der arabischen Welt\nsicherlich zur Wahl des Austragungsorts beigetragen hatte, wurde beauftragt,\ndie konkrete Vorbereitung vor Ort zu \u00fcbernehmen.<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> Auch\nein Zeitrahmen wurde beschlossen und das Symposium auf den 24. \u2013 30. September\n1978 terminiert. Kurz vor Realisierung des Projekts kam der Prozess dann ins\nStocken. Die politische Ann\u00e4herung zwischen \u00c4gypten und Israel hatte in den\nanderen Arbeitsgruppen bereits seit 1977 daf\u00fcr gesorgt, dass durch die internen\nAuseinandersetzungen in der AL die Arbeit im EAD St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zum Erliegen\nkam. Mit der Unterzeichnung des Friedensvertrags im M\u00e4rz 1979 und dem\ndarauffolgenden Ausschluss \u00c4gyptens aus der AL wurde als letztes Projekt des\nEAD auch die Planung des Symposiums in Hamburg eingestellt und der EAD bis auf\nweiteres ausgesetzt.<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Der Sitz der Arabischen Liga wurde nach Tunis verlegt und mit ihm\nauch die arabische Kontaktstelle f\u00fcr den EAD. Um weder die eine noch die andere\nSeite zu verprellen, verzichteten die europ\u00e4ischen Staaten zun\u00e4chst ganz\ndarauf, sich bez\u00fcglich einer Wiederaufnahme des EAD an Kairo oder Tunis zu\nwenden. Erneut war es der steigende \u00d6lpreis, der den Europ\u00e4ern die Relevanz\nihrer Beziehungen zu den arabischen Staaten deutlich machte.<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a> Ursache\nf\u00fcr die Preissteigerung war zun\u00e4chst die islamische Revolution 1979 im Iran,\nausschlaggebender jedoch war der Ausbruch des ersten Golfkriegs im September\n1980, welcher sich in den Monaten zuvor bereits angebahnt hatte. Um vor dem\nHintergrund dieses Konflikts den Kontakt zu den arabischen Regierungen nicht\nvollst\u00e4ndig zu verlieren, kontaktierte die EG die AL in Tunis und bereits im\nNovember 1980 kam es zu einer Wiederaufnahme des EAD und zu einem ersten\nTreffen in Luxemburg.<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Abwesenheit der \u00e4gyptischen Vertreter, welche zuvor viele\nSchl\u00fcsselrollen in den Arbeitsgruppen und den \u00fcbergeordneten Strukturen inne\nhatten, fiel es schwer, an die vorherigen Arbeitsst\u00e4nde anzukn\u00fcpfen. Als eine von\nwenigen Arbeitsgruppen gelang dies der Arbeitsgruppe sieben, welche mit der\nPlanung des Symposiums beauftragt war. Auf Hamburg als Austragungsort hatte man\nsich bereits geeinigt, der neue Termin sollte irgendwann im Fr\u00fchjahr 1983\nliegen. An der bisherigen Planung eines zweigeteilten Symposiums, bestehend aus\nKongress und Kulturprogramm, wurde festgehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Kongress nur f\u00fcr geladenen G\u00e4ste aus Wissenschaft und Politik zug\u00e4nglich sein sollte, waren die Kulturveranstaltung f\u00fcr die breite \u00d6ffentlichkeit gedacht. Auf der arabischen Seite erhoffte man sich so, ausgew\u00e4hlte Beispiele aus arabischer Musik, Film und der Literatur einem gro\u00dfen Publikum zug\u00e4nglich machen zu k\u00f6nnen und ihnen die historische Bedeutung der arabischen Zivilisationen auch f\u00fcr den europ\u00e4ischen Kulturraum zu verdeutlichen. In einem Brief von Wulf Piper, der von der Herzog August Bibliothek (HAB) in Wolfenb\u00fcttel mit der Konzipierung einer Ausstellung unter dem Titel <em>Die Welt der Araber in B\u00fcchern einer alten Bibliothek<\/em> im Rahmen des Symposiums beauftragt worden war, wird deutlich, dass nicht nur auf der arabischen Seite weitergehende Intentionen hinter dem Kulturprogramm standen. So schrieb er im August 1981 an den ersten B\u00fcrgermeister der Stadt Hamburg: \u201eWie aus meinem &#8218;Memorandum&#8216; hervorgeht, habe ich [\u2026] erkl\u00e4rt, da\u00df diese Ausstellung nicht Geld kosten, sondern einbringen soll. Weil sie eine gl\u00e4nzende Reklame und somit ein Psychologicum ersten Ranges f\u00fcr die Deutsch-Arabischen Wirtschaftsbeziehungen sein wird. [\u2026] eine Ausstellung, die der allzu leicht beleidigten Empfindlichkeit der f\u00fcr uns derart wirtschaftlich wichtigen Saudis bedenkt, mu\u00df &#8218;ganz gro\u00df&#8216; aufgezogen werden. &#8218;DIE ARABER&#8216; mu\u00df auf gro\u00dfen Plakaten in ganz Hamburg zu lesen sein. Das mu\u00df in der Kunsthalle oder der [sic] Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe stattfinden. Die Leute, durch die Presse hinreichend motiviert, m\u00fcssen str\u00f6men und \u2013 zahlen.\u201c<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der EAD in Hamburg<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Zeitpunkt waren neben der Ausstellung der Herzog-August-Bibliothek noch Ausstellung im Museum f\u00fcr Kunst und Gewerbe (MKG), in der Hamburger Staatsbibliothek, im Planetarium im Hamburger Stadtpark, und Ausstellungen aus Dublin, Rom und Belgien geplant. Finanzierungsprobleme und Raumknappheit f\u00fchrten schlie\u00dflich dazu, dass es im Rahmen des Kulturprograms nur zu drei Ausstellungen kam: In der Katholischen Akademie fand die Ausstellung der Herzog-August-Bibliothek statt. Jedoch unter dem neuen Titel <em>Das Arabienbild in der europ\u00e4ischen Literatur der Neuzeit.<\/em> Das MKG stellte unter dem Titel <em>Arabische Kunst und islamische Handschriften <\/em>Exponate der Chester Beatty Library in Dublin in ihren R\u00e4umen aus. Und im Hotel Atlantic fand die Ausstellung <em>Europ\u00e4ische B\u00fccher und neuere Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber die arabische Welt<\/em> statt. Alle Ausstellungen wurden von Europ\u00e4er:innen konzipiert und bestanden aus Exponaten europ\u00e4ischer Sammlungen.<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a> Im Wesentlichen wurde in den Ausstellungen somit der Blick der Europ\u00e4er:innen auf die arabische Kultur pr\u00e4sentiert. Die arabischer Perspektive wurde versucht in Film- und Musikprogrammen darzustellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Unter Mithilfe des Metropolis Kinos wurde ein Programm aus acht\narabischen Filmproduktionen zusammengestellt, darunter Filme aus Algerien,\nTunesien, Libyen, Syrien, Marokko und Frankreich. Diese wurden zwischen dem 10.\nApril 1983 und dem 18. April 1983 im Filmtheater an der Dammtorstra\u00dfe in\nHamburg vorgef\u00fchrt. Die Konzeption des Musikprogramms wurde vom Internationalen\nInstitut f\u00fcr vergleichende Musikstudien in Berlin vorgenommen. Zwischen dem 11.\nApril 1983 und dem 16. April 1983 kam es so zu sieben Konzerten unteranderem in\nder Markthalle, der Laeiszhalle (damals noch Musikhalle Hamburg), der Fabrik in\nHamburg-Ottensen, der Friedrich-Ebert-Halle in Hamburg-Harburg und dem gro\u00dfen\nSendesaal des NDR. In diesem Rahmen traten K\u00fcnstlerinnen aus Syrien, \u00c4gypten\nund Marokko auf.<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Diese breite Wahl der Veranstaltungsorten f\u00fcr Ausstellungen,\nFilmvorf\u00fchrungen und Konzerte war der Versuch, das Symposium ein St\u00fcck weit zu\n\u00f6ffnen und auch der Hamburger Bev\u00f6lkerung zug\u00e4nglich zu machen. Die\nVerst\u00e4ndigung der beiden Kulturen sollte so nicht nur auf der theoretischen\nEbene verhandelt, sondern durch den tats\u00e4chlich stattfindenden Kontakt auch\npraktisch vorangetrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-113\" srcset=\"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-683x1024.jpg 683w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-200x300.jpg 200w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-768x1152.jpg 768w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1024x1536.jpg 1024w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1365x2048.jpg 1365w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1200x1800.jpg 1200w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1980x2970.jpg 1980w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Poster_Symposium_UHH_RRZ-MCC_Mentz-scaled.jpg 1707w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption>Poster Symposium<br>UHH, RRZ-MCC Mentz<br>Staatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog <br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der wissenschaftliche Kongress hingegen war nur etwa 20 Vertreter\naus Politik und Medien, 110 arabischen und europ\u00e4ischen Wissenschaftler, sowie\n30 geladenen Ehreng\u00e4ste an den Veranstaltungen zug\u00e4nglich.<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> Er\nwurde zwischen dem 11. und 15. April im Hotel Atlantic am Ufer der Au\u00dfenalster\nabgehalten. Angek\u00fcndigt waren unter anderem Referate von Edward Said und\nAbdallah Laroui. Die in den Vortr\u00e4gen und Workshops behandelten Themen reichten\nvon S\u00e4kularismusdebatten, \u00fcber die Entwicklung der europ\u00e4isch-arabischen\nBeziehungen, bis zu Diskussionen \u00fcber Kulturelle Identit\u00e4ten. Auch\npostkoloniale Perspektiven und Fragen nach dem Wandel der Stellung Westeuropas im\nWeltgeschehen wurden er\u00f6rtert. Dar\u00fcber hinaus wurden Fragen aus den\nAusstellungen, besonders in Bezug auf die Sicht der jeweils anderen Kultur in\nder europ\u00e4ischen und arabischen Kunst und Literatur in den wissenschaftlichen\nPart \u00fcbernommen und die beiden Bereiche somit miteinander vernetzt.<a href=\"#_ftn18\">[18]<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-115\" srcset=\"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-300x200.jpg 300w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-768x512.jpg 768w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/Programm_Symposium_Innen_UHH_RRZ-MCC_Mentz-1980x1320.jpg 1980w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Programm Symposium Innen<br>UHH, RRZ-MCC Mentz<br>Staatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog  <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Ergebnisse des Kongresses einigte man sich auf eine gesteigerte\nF\u00f6rderung des Fremdsprachenunterrichts sowohl in Europa, als auch in den\narabischen Staaten, eine Intensivierung der Zusammenarbeit im wissenschaftlichen\nund akademischen Bereich und einer besseren Betreuung arabischer Gastarbeiter,\nmit dem Ziel den brain-drain in der arabischen Welt entgegenzuwirken.<a href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> Von\ndeutscher Beh\u00f6rden wurde das Symposium als Erfolg gewertet. In einem\nRundschreiben des Auswertigen Amts von 1983 hei\u00dft es: \u201eEine angestrebte engere\nKooperation in wissenschaftlich-kulturellen Bereichen kann auch zur weiteren\nKonsolidierung des politischen Klimas zwischen beiden Regionen beitragen und\nsie n\u00e4her zusammenf\u00fchren. Die Veranstaltung hat insofern die in sie gesetzten\nErwartungen erf\u00fcllt, als das Symposium von beiden Seiten nicht als Abschluss\neiner Phase des EAD, sondern als Ansto\u00df zu st\u00e4rkerer Aktivit\u00e4t verstanden\nwurde, um die euro-arabischen Beziehungen weiter zu vertiefen.\u201c<a href=\"#_ftn20\">[20]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bleibt ?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch im selben Jahr fand eine weitere Sitzung des EAD in Athen statt. Trotz der ge\u00e4u\u00dferten Hoffnungen auf eine engere Zusammenarbeit, f\u00fchrten politische Differenzen in Bezug auf die Konflikte in der arabischen Welt zu einer weiteren Abk\u00fchlung der Beziehungen. Erst 1990 wurde in Dublin ein letzter Versuch unternommen, den EAD wieder zum Leben zu erwecken. Im Laufe der 1990er Jahre verloren die Mitgliedsstaaten aber das Interesse am EAD. Andere Projekte, wie der Barcelona-Prozess oder die Euro-Mediterrane Partnerschaft (EMP) traten an seine Stelle und f\u00fchrten 1995 schlie\u00dflich zu seiner Einstellung.<a href=\"#_ftn21\">[21]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend betrachtet ist der EAD in der Mehrheit seiner Anliegen erfolglos geblieben. In den Kernbereichen Handel, Finanzfragen und Infrastruktur wurden einzelne kleine Kooperationsprojekte auf den Weg gebracht, der erhoffte gro\u00dfe Durchbruch in den Wirtschaftsbeziehungen zwischen Europa und der arabischen Welt blieb jedoch aus.<a href=\"#_ftn22\">[22]<\/a> Gr\u00fcnde hierf\u00fcr lassen sich viele finden: Die Einflussnahme der PLO auf die Verhandlungen, der Zwiespalt innerhalb der AL als Reaktion auf den israelisch-\u00e4gyptischen Friedensprozess, die Skepsis der USA gegen\u00fcber einer eigenst\u00e4ndig europ\u00e4ischen Nahostpolitik, oder die mangelnde Bereitschaft der Europ\u00e4er:innen, sich den arabischen Forderungen anzun\u00e4hern.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zur Einstellung des EAD blieb das Symposium in Hamburg das einzige Verwirklichte Gro\u00dfprojekt. Dass dieser Erfolg im Bereich der Kultur erreicht wurde, ist sicherlich kein Zufall. Wie sich gezeigt hat, konnte der anf\u00e4ngliche Wunsch, konkrete politische Konflikte aus den Verhandlungen m\u00f6glichst raus zu halten, in den 20 Jahren des Dialogs nie wirklich umgesetzt werden. Im Bereich der Kultur gelang es jedoch, diese Konflikte auf einer anderen Ebene zu verhandeln. Das Symposium bot die M\u00f6glichkeit, sich grundlegender und weniger ergebnisorientiert mit den Beziehungen zwischen Europa und der arabischen Welt auseinanderzusetzen. Auf dem Fundament der Wissenschaft und der K\u00fcnste fanden die Gespr\u00e4chspartner eine Ebene, die den Dialog erm\u00f6glichte. Diese Ebene war nachweislich nie frei von politischen und \u00f6konomischen Interessen, sie stellte diese aber nicht in den Mittelpunkt und konnte somit eine Kontinuit\u00e4t in den Dialog bringen, die in anderen Themen nicht zu erreichen war. In der Retrospektive ist dieser Teilerfolg nicht zu untersch\u00e4tzen. Das Sekund\u00e4rziel des EAD, durch den Dialog die europ\u00e4isch-arabischen Beziehungen auch dar\u00fcber hinaus zu verstetigen und eine Vertrauensbasis herzustellen, wurde durchaus erf\u00fcllt und ebnete den Weg f\u00fcr eine bessere Zusammenarbeit in den darauffolgenden Dekaden.<a href=\"#_ftn23\">[23]<\/a> Das Hamburger Symposium 1983 \u2013 und vielleicht mehr noch dessen Erarbeitung als Projekt der kulturellen Zusammenarbeit \u2013 war H\u00f6hepunkt des EAD und ein erfolgreicher Beitrag zur Verst\u00e4ndigung der arabischen und europ\u00e4ischen Gesellschaften im 20. Jhdt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Vgl.: ROBERT, R\u00fcdiger: <em>Euro-Arabischer Dialog<\/em>, in: Wichard Woyke (Hrsg.): <em>Europ\u00e4ische Gemeinschaft \u2013 Problemfelder, Institutionen, Politik<\/em>, in: Dieter Nohlen (Hrsg.): <em>Pipers W\u00f6rterbuch zur Politik<\/em>, 3, M\u00fcnchen 1984, S. 43.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Vgl.: ebd., S. 43.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Vgl.: SATTLER, Verena: <em>Die Institutionalisierung europ\u00e4ischer Nahostpolitik \u2013 Frankreich in der Europ\u00e4ischen Politischen Zusammenarbeit 1969\/70-1980<\/em>, M\u00fcnchen 2015.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl.: ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Vgl.: ROBERT: <em>Euro-Arabischer Dialog<\/em>, S. 44.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl.:\nDeutsche Botschaft (Rom) an Auswertiges Amt (Bonn), 22.07.1975, in:\nStaatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Vgl.:\nDeutsche Botschaft (Rom) an Auswertiges Amt (Bonn), Betr.: (EAD) 2.\nExpertentreffen in Rom vom 22. -24.07.1975, 25.07.1975 (Abschlussbericht), in:\nStaatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Vgl.:\nSekretariat der st\u00e4ndigen Konferenz der Kultusminister der L\u00e4nder der\nBundesrepublik Deutschland an die Mitglieder der Kultusministerkonferenz,\n18.08.1976, Anlage, in: Staatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer\nDialog, S. 6.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl.:\nSekretariat der st\u00e4ndigen Konferenz der Kultusminister der L\u00e4nder der\nBundesrepublik Deutschland an die Mitglieder der Kultusministerkonferenz, 07.07.1977,\nAnlage II (16.06.1977), in: Staatsarchiv Hamburg, 363-6_182,\nEurop\u00e4isch-Arabischer Dialog, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> Vgl.:\nSekretariat der st\u00e4ndigen Konferenz der Kultusminister der L\u00e4nder der\nBundesrepublik Deutschland an die Mitglieder der Kultusministerkonferenz,\n07.11.1977, Anlage I (14.06.1977), in: Staatsarchiv Hamburg, 363-6_182,\nEurop\u00e4isch-Arabischer Dialog, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Vgl.: SATTLER: <em>Die Institutionalisierung europ\u00e4ischer Nahostpolitik<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Vgl.: ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Vgl.: ebd. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Zit.:\nDr. Wulf Piper an Dr. Klaus von Dohnanyi, 15.11.1981, in: Staatsarchiv Hamburg,\n363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Vgl.:\nProgrammheft \u201eArabische Kulturwoche in Hamburg, 11. \u2013 16. April 1983\u201c, in:\nStaatsarchiv Hamburg, 363-6_182, Europ\u00e4isch-Arabischer Dialog.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Vgl.: ebd.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> Vgl.: <em>Runderlass des Vortragenden Legationsrats I. Klasse Steink\u00fchler<\/em>, 012-312 VS-NfD, Fernschreiben Nr. 43 Ortez, 25.04.1983, In: <em>Akten zur Auswertigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1981. 1. Januar bis 31.Dezember<\/em>, hrsg. im Auftrag des Auswertigen Amts vom Institut f\u00fcr Zeitgeschichte, Oldenburg, Wissenschaftsverlag GmbH, 2014.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Vgl.:\nProgrammheft \u201eArabische Kulturwoche in Hamburg, 11. \u2013 16. April 1983\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Vgl.: <em>Runderlass des Vortragenden Legationsrats I.\nKlasse Steink\u00fchler<\/em>, 25.04.1983. <\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> Zit.: ebd<em>. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a> SATTLER: <em>Die Institutionalisierung europ\u00e4ischer Nahostpolitik<\/em>, S. 342.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> Vgl.: ROBERT: <em>Euro-Arabischer Dialog<\/em>, S. 45.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> Vgl.: ebd., S. 45.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Europ\u00e4isch-Arabische Dialog (EAD) war der Versuch, die Beziehungen zwischen der Arabischen Liga (AL) und der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft (EG) zu verbessern und die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit zu verstetigen. Als einziges in diesem Rahmen jemals verwirklichte Projekt kam es im April 1983 in Hamburg zum Symposium \u00fcber die Beziehungen der beiden Kulturen. Der folgende Artikel [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":282,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"templates\/template-cover.php","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-98","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-recherche"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=98"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":477,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/98\/revisions\/477"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=98"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=98"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/orientalistik-in-hh.blogs.uni-hamburg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=98"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}